Beckenbodenphysiotherapie ist eine Spezialisierung innerhalb der Physiotherapie, die sich auf Frauen, Männer und Kinder mit gesundheitlichen Problemen im Beckenbereich konzentriert. Der Beckenbereich umfasst das Becken mit der Beckenbodenmuskulatur und den Beckenorganen, die Lendenwirbelsäule sowie die Hüftgelenke. Gerade im Beckenbereich zeigt sich besonders deutlich die Wechselwirkung zwischen dem muskuloskelettalen System und den inneren Organsystemen. Die Beckenbodenmuskulatur spielt eine zentrale Rolle bei der Kontrolle von Miktion und Defäkation, ist wichtig für die sexuelle Funktion, bietet Unterstützung für die Beckenorgane und ist wesentlich an der motorischen Kontrolle im Becken und im unteren Rücken beteiligt.
Aufgrund der engen Verflechtung von muskuloskelettalem und innerem Organsystem können sich Dysfunktionen im Beckenbereich auf sehr unterschiedliche Weise äussern. Beckenphysiotherapeut*innen sehen daher ein breites und komplexes Spektrum an Beschwerden – von Schmerzen und Stabilitätsverlust im Becken bis hin zu Symptomen wie Speicher- oder Entleerungsstörungen von Blase und Darm, Organabsenkungen (Prolaps) oder sexuellen Funktionsstörungen.
Dies bedeutet, dass Beckenphysiotherapeut*innen interdisziplinär mit verschiedenen Fachdisziplinen zusammenarbeiten, darunter Gynäkolog*innen, Urolog*innen, Sexualtherapeut*innen, Gastroenterolog*innen, Psychiater*innen, Neurolog*innen sowie Schmerztherapeut*innen.
Einen Teil unserer Unterrichtsinhalte stellen wir online zu Verfügung. Wir legen Wert darauf, die Unterrichtstage vor Ort möglichst praxisnah und handlungsorientiert zu gestalten.
Die Studierenden haben Zugang zur digitalen Lernplattform SOMTel. Hier können alle Skripte heruntergeladen werden. Abgaben von Tasks und Beurteilungen erfolgen über die Plattform.
Studierende erhalten kostenlosen Zugang zur (online) Universitätsbibliothek VUB.
Unser Unterricht ist konzentrisch aufgebaut und besteht aus einer Kombination aus evidenzbasierter Praxis und klinischem Wissen. Innerhalb unserer Studiengänge fördern wir die Kommunikation zwischen Wissenschaft und klinischem Fachwissen.
Der Lehrgang CAS-Level I vermittelt grundlegende Kenntnisse in den verschiedenen Bereichen der Beckenbodenphysiotherapie. Die Teilnehmenden erwerben die Fähigkeit, einfache Dysfunktionen wie Kontinenz-, Miktions- und Defäkationsstörungen sowie muskuloskelettale Beschwerden im Zusammenhang mit dem Beckenboden zu erkennen, zu untersuchen und zu behandeln. Weitere Inhalte umfassen die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Beckenbodendysfunktionen rund um Schwangerschaft und Geburt.
Dauer: 1 Jahr
Abschluss: CAS Level I in Pelvic Physiotherapy
Niveau: EKK7
ECTS: 30 Punkte
Akkreditierung: NVAO
Arbeitsaufwand: 10-15 Stunden pro Woche (inkl Unterricht)
Art: Berufsbegleitend
Sprache: Deutsch (Literatur teilweise auf Englisch)
Voraussetzungen:
BSc Physiotherapie, NTE oder gleichwertig (SRK)
Dauer: 1 Jahr
Abschluss: CAS Level II in Pelvic Physiotherapy
Niveau: EKK7
ECTS: 30 Punkte
Akkreditierung: NVAO
Aufwand: 10-15 Stunden pro Woche (inkl Unterricht)
Art: Berufsbegleitend
Sprache: Deutsch und Englisch
Voraussetzungen:
CAS Level I oder äquivalent
Dauer: 1 Jahr
Abschluss: Master of Science in Pelvic Physiotherapy
Niveau: EQF7
ECTS: 30 Punkte
Akkreditierung: NVAO
Aufwand: 10-15 Stunden pro Woche (inkl. Unterricht)
Art: Berufsbegleitend
Sprache: Deutsch und Englisch
Voraussetzungen:
CAS Level II oder äquivalent